Australien Ozonloch
Das Ozonloch ist eine Abnahme der Ozonschicht, die sich auf ein bestimmtes geografisches Gebiet beschränkt und durch chemische Abbauprozesse entsteht. Ozonlöcher existieren über der Südpolar- und der Nordpolarregion und werden vom durch den Menschen in die Atmosphäre gebrachtes FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) verursacht.
Die Folgen für Mensch und Natur sind negativ, da die beschädigte Ozonschicht UV-Strahlung nur in geringerem Umfang absorbieren kann und die erhöhte UV-Strahlung bei Menschen höhere Raten an Hautkrebs und grauem Star verursacht.
Das Ozonloch am Südpol ist viel ausgeprägter als jenes am Nordpol und erreichte 2006 mit einer Fläche von etwa 27 Millionen Quadratkilometern seine größte Ausdehnung.
Auswirkungen des Ozonlochs über der Antarktis auf Australien
Entgegen einem weit verbreiteten Irrtum liegt das größte Ozonloch der Erde nicht direkt über Australien, sondern über der Antarktis und hat auch nur geringen Einfluss auf den australischen Kontinent. Über dem südlichen Australien nimmt der Ozonanteil der Atmosphäre pro Jahrzehnt um drei Prozent ab, während in Nordaustralien davon nichts oder nur wenig zu spüren ist.
Die hohen Raten an Hautkrebs in der australischen Bevölkerung werden jedoch häufig mit dem irrtümlich über Australien angenommenen Ozonloch erklärt. Die Gründe dafür sind aber in der von Natur aus stärkeren UV-Strahlung auf dem Kontinent, im hellen Teint eines Großteils der Bevölkerung und im Schönheitsideal des braungebrannten Körpers zu suchen.
Während der jetzt diagnostizierte Hautkrebs auf zu starke Sonnenbestrahlung von vor etwa 20 Jahren zurückzuführen ist, als die Ozonschicht noch nicht beschädigt war, haben Kinder und Jugendliche heute aufgrund der etwas niedrigeren Ozonwerte ein höheres Risiko, im Erwachsenenalter an Hautkrebs zu erkranken, wenn sie keine Vorsorgemaßnahmen treffen.

